Progternative Hard Rock, so der Name dessen, dem sich New Day Dawn verschrieben haben. File under: Alter Bridge, Staind, Seether usw. Aber mit einem Alleinstellungsmerkmal, das besagte Genre-Kollegen nicht haben: Bei New Day Dawn singt eine Frau. Nach einer selbstbetitelten EP in 2011 haben sie nun in der bewährten Besetzung 2x Gitarre, Bass, Schlagzeug und (weiblicher) Gesang mit Second Floor eine zweite EP in den Startlöchern, die atmosphärische Klänge, kraftvolle Riffs und der besagte Gesang. Insgesamt vier Stücke sind es, die auf der EP begegnen, die einen guten Einblick in das Schaffen der Band geben können.

Disorder eröffnet die EP und macht direkt Druck. Geradlinige Riffs der Gitarren, die Hookline vom Bass, der Drive vom Schlagzeug und der eindringliche Gesang von Sängerin Maria treiben das Stück gut nach vorne und die Freude am Riff bereitet auch dem Hörer Freude.
Im folgenden Alive steht die Atmosphäre weiter im Vordergrund und gerade die Strophen wirken getragen und leben neben dem Gesang auch von Gitarrenmelodien. Geradlinigkeit begegnet im Chorus und auch hier ist der Druck, der von den Klängen ausgeht, nicht zu überhören.
An dritter Stelle folgt Rememberance, das zu Beginn erst einmal mit Klarheit überrascht. Ruhige Riffs und ein groovender Charakter eröffnen die Nummer, melodisch singt Maria dazu, im Chorus kommt der Verzerrer zum Tragen und das Rock-Potenzial wird wieder ausgebreitet.
Den Abschluss bildet Yesterday’s Pain, das noch einmal das Tempo deutlich anzieht. Ein geradliniger Rock-Song, der mit gesunder Härte agiert und Spaß macht.

Nach zwei EPs wird es für New Day Dawn nun im Grunde Zeit für ein Album. Dass dies ganz und gar nicht verkehrt wäre, beweist die EP Second Floor deutlich. Denn die ist sehr empfehlenswert!

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Text: Marius Meyer
Bilder: Pressefreigabe