Gut gebrüllt, Löwe, aber das neue Material, das erste seit Waiting for the sirens call ist sehr stark. Auch ohne den 2007 ausgestiegenen Bassisten Peter Hook klingen die Songs, die sich zwischen Elektro und Gitarren abwechseln, erstaunlich gut. Tom Chapmann hat den Bass übernommen und außer den alten Joy Division/New Order-Puristen fällt der Weggang niemandem so wirklich auf. Da sorgt Bernard Sumners Organ für, dass ein New Order-Song immer mit der Band aus Manchester identifiziert werden kann. Die neue Besetzung, der neben Sumner noch die beiden Gründungsmitglieder Stephen Morris, Gillian Gilbert und der neue Bassist Tom Chapman angehören, hat mit Music Complete wirklich gute Arbeit abgeliefert.

Es beginnt furios mit der Single Restless und die lässt mit ihrem Sound den New Wave und die als „Madchester“ bekannt gewordene Bewegung wieder aufleben. 65 Minuten lang ist das Album, aber es erfindet sich immer neu und ist nicht eine Minute langweilig. Ungemein abwechslungsreich arrangiert ist und auch der Wechsel zum berühmten Mute Label tut hörbar gut. Mehr Indie-Klänge, die aber gut ins Ohr gehen.

Mit Titeln wie Singularity, Plastic oder Nothing but a fool beweisen New Order, dass sie immer noch ein gewichtiges Wort im Musikbusiness mitreden können. Ein geniales Monster aus Elektronik und Indie.

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Text: Dennis Kresse