Nile Rodgers ist auch mit seinen 60 Jahren immer noch ein „Hans Dampf in allen Gassen“, dessen musikalischer Einfluss gar nicht groß genug eingestuft werden kann. Erst im Jahr 2013 konnten die herausragenden Fähigkeiten des Nile Rodgers als Songschreiber und Gitarrist aus der Nummer Get Lucky der beiden Franzosen von Daft Punk Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo einen weiteren Nummer-1-Hit seiner eh schon absolut beeindruckenden Biographie hinzufügen. Jetzt erscheint mit The Chic Organisation – Up All Night ein wirklich toller Sampler des Mannes, den man durchaus als Wegbereiter des Funks bezeichnen darf und dieser enthält viele der Klassiker, die man heute noch in den Clubs oder als Sample auf vielen Nummern wiederfinden kann.

Klar, dass es mit Le Freak von Chic beginnt, jener Nummer, die rund 36 Jahr nach dem sie veröffentlicht wurde immer noch wie eine Blaupause für die perfekte Funknummer wirkt. Natürlich hat Nile Rodgers auch seine Fähigkeiten als brillanter Produzent von anderen Künstlern weitergegeben und so kann man hier einige Nummern, die einem schon in Fleisch und Blut übergegangen sind, wieder entdecken, zum Beispiel die Welthits von Diana Ross Upside down oder die Nummern von Sister Sledge We are family oder Lost in music.

Man entdeckt so viele Nummern, die zu Hits gemacht wurden oder als Samples herhalten durften, wie Spacer von Sheila and the devotion, das in zu Beginn der 2000er Jahre von Alcazar als Crying in the Discotheque aus den Clubs der ganzen Welt nicht mehr fortzudenken war. Das gilt auch für Chics Good times, das mit seinem funkigen Bassgroove die wohl erste Rap-Single aller Zeiten, das unkaputtbare Rappers Delight der Sugarhill Gang erst so unwiderstehlich macht.

Hoffen wir mal, dass Nile Rodgers noch lange nicht genug vom Musikmachen hat.

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Text: Dennis Kresse