Nun sitze ich hier und soll einen Text über eine Band schreiben, der es scheinbar vollkommen egal zu sein scheint, ob man sie kennt oder nicht. Naja, zumindest die Personen hinter der Musik muss man nicht unbedingt kennen, sondern die Songs an sich stehen viel eher im Vordergrund. NÖRD behaupten nämlich, dass es völlig egal ist, ob man die Personen hinter der Musik kennt, denn sie haben ihrem Debütalbum den Titel Na und? Wir kennen euch doch auch nicht gegeben, in Anlehnung daran, dass die Band selbst ihre Fans ja auch nicht alle kennen kann.

Aber ein paar Informationen gibt die Albuminfo dann doch heraus: NÖRD ist eine Musikgruppe aus Berlin, welche unter anderem aus den beiden Brüdern Paul und Leo Eisenach besteht, die sich viele Jahre ein Zimmer teilten und nun zusammen musizieren. Als Genre geben die Musiker an, dass sie „hyperaktiven Pop“ machen, allerdings kann man viele weitere Einflüsse aus dem Album heraushören. Denn NÖRD lieben die Energie von The Police, ausgefallene Synthies, starke Melodien und auf jeden Fall die Beatles. Besonders die Liebe zu starken Melodien wird auf Na und? Wir kennen euch doch auch nicht deutlich, denn das Album startet mit drei Songs, die sich direkt im Ohr festsetzen. Ich breche zusammen, Rette mich wer kann und der Mega-Ohrwurm Drogen lassen einen sofort auf ein Highlightalbum, und dies bereits zum Beginn des neuen Jahres, hoffen. Zu letzterem wurde im Übrigen auch ein tolles Video gedreht, welches die Auftritte einer Menge Gaststars, wie beispielsweise Westernhagen oder Klaas Heufer-Umlauf, beeinhaltet.

Leider baut das Debütalbum zum Ende hin etwas ab und wird ruhiger als zu Beginn, besonders die aufregenden Synthies und die eingängigen Melodien sind hier nicht mehr so klar herauszuhören. Na und? Wir kennen euch doch auch nicht begeistert aber im Großen und Ganzen und zeigt erste Momentaufnahmen einer Band, die noch sehr viel Potenzial in sich hat.

Vor zwei Jahren hatten NÖRD bereits die Single Keine Sterne, die sich ebenfalls auf dem Album befindet, über das „Stil vor Talent“-Label von Oliver Koletzki veröffentlicht. Jener DJ releaste außerdem einen Clubmix zu diesem Song. Außerdem wirkten NÖRD auf zwei Songs des Oliver Koletzki Albums I am OK mit und die Berliner waren ebenfalls die Produzenten der Filmmusik des niederländischen Kinofilms NENA, welcher wohl im Februar 2015 auf der Berlinale unter dem deutschen Titel „Viel mehr geht nicht“ vorgestellt wird. Neben den Studioaufnahmen konnten sich NÖRD auch live profilieren und es gab bereits zahlreiche Festivalshows, sowie einige Supportdaten mit Bosse.

Auch im Jahr 2015 werden wieder einige Livegigs folgen, alle feststehenden Daten sind hier bereits aufgeführt:

Tour 2015:

09.01.2015 Berlin, Fluxbau „Don t panic“ Party
05.03.2015 Berlin, Badehaus Berlin

NÖRD (Leo und Paul als Duo) als Support der RAINBIRDS Tour:

03.02.2015 Hannover, Theater am Aegi
04.02.2015 Osnabrück, Lagerhalle
05.02.2015 Bochum, Zeche
06.02.2015 Gütersloh, Die Weberei
07.02.2015 Plauen, Malzhaus
11.02.2015 Berlin, Frannz Club
12.02.2015 Fürstenwalde, Kulturfabrik
13.02.2015 Halle, Projekt 5
14.02.2015 Worpswede, Music Hall

Homepage: www.noerd-musik.de
Facebook: www.facebook.com/Noerdmusik

Text: Melvin Damian Klein