Das dritte Album der Dänin Nanna Øland Fabricius, die mit ihrem Künstlernamen Oh Land und der Nummer Sun Of A Gun eine wirkliche Duftnote setzen konnte überzeugt mal wieder mit ihrem wunderbar gemachten Elektropop. Dass sie eine Stimme hat, das weiß der Hörer spätestens seit ihrem Album Oh Land und dass sie auch sehr ansehnlich ist, das erkennt man leicht bei einem Blick auf das Cover, wo sich die ehemalige Ballett-Tänzerin in einer Pose präsentiert, die an die ehemalige rhythmische Sportgymnastin Magdalena Brzeska erinnert. Aber don’t judge a record by it‘s cover – auch die Songs auf Wish Bone entsprechen allen Erwartungen. Mit einer Stimme, die an Lykke Li, Ladyhawke oder Goldfrapp erinnert liefert die 28-jährige Oh Land hier ein wirklich gutes Album ab.

12 Stücke hat die Dänin aufgenommen und auch wenn nicht jeder Song auf Anhieb zündet, sollte man doch Wish Bone ein wenig Zeit geben, dafür ist viel zu viel hörenswertes Material auf dem Album drauf. My Boxer mit seinem Loop und dazu die charismatische Stimme, ein Lied das zwar nicht gerade auf Hitrichtung aus ist, sondern ein hoch anspuchsvolles Werk ist mit seinen HipHop-Anleihen und seinem an Destiny‘s Child erinnernden Chorgesang. Oder auch Next Summer, eine mit allerlei Samples veredelte Nummer, die hymnisch aufgebaut ist und ein wenig an Emiliana Torrini erinnert.

Wish Bone ist ein sehr abwechslungsreiches Album geworden, was vielleicht nicht gleich ins Ohr geht. Aber in diesen schnellen Zeiten, sollte man sich einfach mal eine Auszeit gönnen und sich fallen lassen. Den Soundtrack zu dem persönlichen Film hat Oh Land bestens abgeliefert.

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Text: Dennis Kresse