ØL stammen zwar aus Deutschland, genauer gesagt aus Michelstädt in Hessen, aber ihr Album Corello Motello kann es durchaus mit einigen internationalen Produktionen aufnehmen. Nett dargebotener Pop mit einigen Ecken und Kanten im Stile der frühen U2 oder der Kaiser Chiefs treffen auf nett gemachte Arrangements. Man hört den Protagonisten der Band den Spaß am Musik machen an. Alternative Rock trifft auf fanfreundliche Refrains, die keinem weh tun wollen. Sänger Sebastian Schimmer leistet gute Arbeit und kann auch schwierige Passagen meistern. Klar, das ist nicht sonderlich neu oder innovativ, aber es kann sich durchaus hören lassen, was ØL sich hier ausgedacht haben.

ØL, die in der Besetzung Schimmer, Jens Weimar, Marcus Hartmann, Dirk Weimar und Sascha Brandel das Album Corello Motello aufgenommen haben, gelten vor allem in Hessen als Bank, wenn es darum geht, ein mit allen Emotionen ausgestattetes Konzert abzuhalten.

Aber man sollte Sänger Sebastian den dringenden Rat geben, auf diesen schlimmen Vocoder, wie er ihn auf Girlfriend benutzt, zukünftig zu verzichten. Dieses Gimmick war schon bei Cher und ihrem Believe ein Ärgernis. Aber ansonsten ein schönes Album.

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Text: Dennis Kresse