Zwei ganze Jahre haben Onyx Eyes aus Leipzig an ihrem ersten Album Delight and Tears gearbeitet und herausgekommen ist etwas, das man im weitesten Sinne als Gothic Metal mit Frauengesang bezeichnen könnte. Noch so’n Nightwish-Verschnitt? Nein, Gott sei dank nicht, denn was sich zuerst so liest, hört sich dann aber völlig anders an als theatralischer Opern-Metal, sobald die CD im Spieler rotiert. Deutlich subtiler geht man hier zu Werke und mitunter werden dem Hörer Klänge vorgesetzt, die eher Rock denn Metal sind. Außerdem ist bringt das Album eine erstaunlich positive Atmosphäre rüber – anders, als es sonst in dem Genre üblich ist.

Warum nun Gothic Metal? Weil das Album dennoch genügend melancholische Momente hat und die Thematik der einzelnen Lieder eindeutig diesem Bereich zuzuordnen ist. Dennoch wird der Gothic eher wie das Salz in der Suppe eingesetzt, denn mit dem Holzhammer. Auch kommen genre-typisch Keyboards zum Einsatz, die immer wieder für orchestrale Momente sorgen, doch auch diese wirken tatsächlich sehr authentisch und nicht wie aus der Konservendose.

Abgesehen davon gibt es noch eine sehr charismatisch klingende Sängerin, die sofort ins Ohr geht und eine Musik, die es schafft, Rock, Gothic und Metal zu verbinden und gleichzeitig neue Wege in diesem Genre einzuschlagen. Die zwei Jahre Arbeit haben sich also bezahlt gemacht und entstanden ist ein Album, das zu den besten seines Genres gehört.

Homepage: www.onyx-eyes.de
MySpace: www.myspace.com/onyxeyes

Text: Tristan Osterfeld