Opez nennen ihren Stil selbst „Latin Desert & Funeral Party“. Sehr außergewöhnlich. Für Hörer die multiinstrumentale Musik lieben, ist Opez genau das Richtige. Das Duo aus Italien, das aus Massi Amadori und Francesco Tappi besteht, hat ihr Album Dead Dance bei Agogo Records aufgenommen. Jeder der beiden Künstler kann mindestens drei Instrumente spielen, darunter natürlich Bass, Gitarre, Percussionsinstrumente und etliche Blas- und Streichinstrumente. Damit zaubern die Beiden in Zusammenarbeit mit anderen Musikern wie z.B. Andrea Benini einen Sound, der in Klanglandschaften wie der in David Lynchs Twin Peak passt.

Düster und melancholisch spielt die Musik. Das Motiv Dead Dance ist also passend umgesetzt. Auch das Artwork kann sich sehen lassen. Aimone Marziali hat zugleich visuell als auch auditiv an diesem Album mitgewirkt. Er ist schöpferisch für das Beiheft verantwortlich und hat auch den letzten Track Balera De Mar produziert. Musikalisch leihen Opez mal bei den südamerikanischen Klängen des Cumbia oder mal beim folkloristischen Americana-Sound. Bei einem Interview betonten sie allerdings ihre Verbundenheit zu ihrer Heimat Italien. Den besten Klang für ein Konzert fänden sie nach eigenen Angaben in einer Kirche! Das kann man sich gut vorstellen. Ihr verträumtes Werk ist nicht leicht zu fassen und passt voll und ganz in diese Location. Dead Dance ist nichts zum Mitwippen, aber definitiv zum Lauschen und Entspannen. Auf ein erfülltes Hörvergnügen!

Homepage: www.opez.it
Facebook: www.facebook.com/opezopez

Text: Elina Raddy