Seit mittlerweile drei Alben covert das Panzerballett diverse Klassiker der Musikgeschichte, um sie auseinanderzunehmen und dann wieder in einer Mischung aus Jazz und Metal zusammenzubauen, zwischendurch gibt es noch ein paar Eigenkompositionen. Daran hat sich auch auf dem vierten Album der Band nichts geändert. Soweit wenig überraschend, genauso wenig, dass dieses Prinzip auch auf Tank Goodness wieder hervorragend gut funktioniert. Kenner werden wissen, dass das Album also wieder eine lohnenswerte Anschaffung ist. Wer sie nicht kennt: Hier ist eine Band, die wie der Name schon erahnen lässt, gegensätzliche Musikgenres nicht aufeinanderprallen lässt, sondern in sich verschweißt.

Es ist erstaunlich, wie locker diese Art von Musik klingen kann: Ständig hat man das Gefühl, die Musik müsste sich in sich selber verheddern, aber irgendwie kriegt man dann doch die Kurve. Fast wie in einer Jam-Session treffen aggressive Riffs und groovende Saxophone aufeinander, aber mit der Zeit merkt man, dass Kalkül in den frickeligen Melodien steckt. Spätestens, wenn sich die Band dem Dirty Dancing-Klassiker (I’ve Had) The Time Of My Life annimmt, weiß man, was für ein Genie hinter der Band steht.

Ist das alles nicht ziemlich anstrengend? Ja, aber wer sagt denn, dass Anstrengung zwingend etwas Negatives wäre? So angenehm stressig sind wenige Alben, zumindest mit einem gewissen Maß an Offenheit.

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Text: Tristan Osterfeld