Die „Godmother of Punk“ auf dem berühmtesten Festival der Schweiz, das muss ein Meilenstein sein, wenn die Sängerin, Malerin, Schriftstellerin und noch vieles mehr sich aufmacht, um ihre Songs zu spielen. War es natürlich auch, es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie Patti Smith das Publikum unterhält und ihre Begleitband, die aus dem Urgestein Lenny Kaye, der schon 1975 bei der ersten LP der Patti Smith Band angehörte, und Jay Dee Daugherty (Schlagzeug), Tom Verlaine (Gitarre), Tony Shanahan (Bass, Keyboards, Gesang) die charismatische Stimme von Patti Smith veredelt. Mit einer geschickt arrangierten Mischung aus Stücken aus der damals jüngst erschienenen CD Trampin‘ und ihren Hits konnte Patti Smith begeistern.

Es beginnt mit Redondo Beach aus dem legendären Album Horses, wo Smith klar macht, wohin die Reise gehen wird. Wenn sich die Frau aus New York mit Songs aus rund 30 Jahren Karriere einen einzigartigen Konzertabend präsentiert, dann weiß der geneigte Fan, um was es ihr geht. Es ist nicht nur eine Show, es sieht immer so aus, als würde es um das Leben dieser hochenergetischen Frau gehen.

Patti Smith liebt ihr Publikum und schenkt ihm alles. Sei es mit ihrem, man muss sagen gewöhnungsbedürftigen, Klarinetten-Sound, der schon bei ihrem Rockpalast-Auftritt vor über 30 Jahren für leichte Verwirrung sorgte, oder mit ihrer Auswahl an Hits wie ihrer Version von Springsteens Because the night, People have the power oder der Coverversion von Bob Dylans Like a rolling stone. Eine streitbare und launische Frau, wie sie heutzutage viel zu selten ist.

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Text: Dennis Kresse