Mit Mirrors erschien im späten 2012 ein Album von der geborenen Tschechin Pavla Mikulasova, das sie als ein Spiegelbild ihrer selbst ansah. Mit Stücken, die vor allem am Klavier entstanden sind, stellte sie ein interessantes Album zusammen, das vieles vereinte: Streicherarrangements, synthetische Orchesterklänge, eine Bassgitarre, ein elektronisches Schlagzeug… Trotz allem Abwechslungsreichtum war ein roter Faden zu erkennen. Ein Album, das zwar nicht überall nur auf positive Resonanzen stieß, aber immerhin ebendiese hervorrief. Nun ist Pavla Mikulasova wieder da – zunächst nur mit einem Titel, aber bei dem wird es ja sicherlich nicht bleiben…

Respirare ist eine Art Single, wobei dieser Begriff im Online-Zeitalter mehr und mehr schwindet, zumal es die klassische B-Seite nicht gibt. Aber verlassen wir den Nebenschauplatz wieder und schauen auf Respirare. Dies ist ein sehr minimalistisches Stück, das nur von Stimme und Klavier lebt. Und genau dieser Minimalismus ist es, der die Dramatik ausmacht, die dem Titel innewohnt. Berührend singt sie hier von einer Zukunft in einer anderen Welt und schafft es dabei auch tatsächlich, eine Entrücktheit zu schaffen, die das Stück besonders macht.

Natürlich lässt sich von einem Stück nicht auf ein neues Album schließen, aber diese Nummer für sich genommen ist es definitiv wert, wahrgenommen und goutiert zu werden. Minimalistische Schönheit am Piano, wohin die Ohren reichen. Ein sehr schönes Stück!

Den Titel gibt es unter anderem auf der Bandcamp-Seite:
pavlamikulasova.bandcamp.com/track/respirare

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Rezension: Pavla Mikulasova – Mirror

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Text: Marius Meyer