Wie es der Titel schon vermuten lässt, soll das Album als ein Medium dienen, das Reflektion und Kommunikation von Gefühlen und Gedanken sowohl vermittelt als auch konserviert. Von jemandem, der sich von der Gesellschaft abgewendet hat und ein Leben nur für sich mit seinen Gedanken lebt. Es ist schwer zu erahnen, was für Gedanken in so jemandem auftauchen. Wolfram Bange, der Mann hinter Phasenmensch, scheint aber klare Vorstellungen davon zu haben: Alles scheint sich zirkulär zu verhalten, um einen Punkt zu drehen, sich von diesem wegzubewegen und doch immer wieder auf diesen zurück zu kommen.

Dieser Punkt scheint irgendwo im Übernatürlichen zu finden zu sein. Transzendent wirkt das Album und schert sich dabei nur wenig um Grenzen. Da können technoide Beats auch Ambient treffen, noisige Passagen plötzlich tanzbar werden, Klaviertöne können auf Bässe treffen, Sprachsamples auftauchen, die von übersinnlicher Wahrnehmung erzählen. Alles scheint auf Tagebuch eines Eremiten möglich und alles ist durchdringt eine sphärische Grundstimmung, die letztendlich alles in sich zusammenfasst.

Zieht man die bislang veröffentlichen CD-Rs ab, so stellt dieses Album das Debüt von Phasenmensch dar und es ist erstaunlich, wie selbstverständlich ein derartig abwechslungsreiches und gleichzeitig stimmungsvolles hier geschaffen wurde. Immer wieder spannend, immer wieder überraschend und doch alles wie aus einem Guss.

Homepage: phasenmensch.bandcamp.com
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Text: Tristan Osterfeld