Public Image Ltd oder PiL hatten sich 1978 als Nachfolger der berühmten Sex Pistols gegründet und nach deren Ende und dem Streit mit Manager Malcolm McLaren stürzte sich Johnny Rotten oder John Lydon, wie er sich jetzt wieder nannte, gleich in das nächste musikalische Projekt. Die Single This is not a love song im Jahr 1983 war ein großer Erfolg und schaffte es, auch die Menschen zu begeistern, die sich ansonsten nicht für Independent-Klänge erwärmen können. Nach einem weiteren Geniestreich, nämlich ein Album Album, Cassette oder Compact Disc zu nennen und einigen weiteren kleinen Charterfolgen, wie etwa Rise oder Home, wurde es lange still um Public Image Limited und Mr. Lydon bewies sich als Agent Provocateur im englischen Fernsehen und im Dschungelcamp, wo er gegen alles und jeden heftig austeilte.

Seit 2009 sind PiL in neuer Bandbesetzung wieder zusammen und die einzige Konstante ist natürlich John Lydon geblieben. Nach dem Album aus dem Jahre 2013 This is PiL und einer Tour, erscheint nun mit What the worlds needs now ein neues Album der englischen Band, die mittlerweile viel mehr ist als ein Sex Pistols-Klon, nämlich eine Band, die geschickt Ethno-Sounds und Indie-Klänge zusammenfügt und dazu kommt die immer noch charismatische Stimme von Lydon.

Egal welchen Track man sich raussucht, die Wut beim 59-jährigen scheint ungebrochen zu sein und es gibt ja auch einiges, das es wert ist, sich drüber aufzuregen. Der Opener Double Trouble etwa, wo man sein berühmtes R wieder rollen kann oder wenn er in Bettie Page der Pin Up-Queen Tribut zollt, dann weiß man, was die Welt jetzt braucht, zumindest mehr oder weniger.

Anger is an energy hieß es einst in Rise und dieses Motto betitelt auch Lydons jüngst erschienene Autobiographie. Möge ihn diese Energie noch lange hold sein!

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Text: Dennis Kresse