Es ist eigentlich unfassbar, dass eine Band, die seit 2000 eigentlich aufgelöst wurde und sich seit 2007 nur noch sporadisch für Liveauftritte zusammenfindet, jedes Jahr wieder zu den meistgehandelten Formationen gehört, die auf den Open Airs als Wunsch geäußert werden. Im Falle der Politrocker von Rage Against The Machine ist das jedes Jahr so. Zwar ist ihr letztes Album schon 2000 erschienen, aber die Welt ist seitdem auch nicht viel besser geworden und politische und soziale Probleme sind allgegenwärtig noch vorhanden, so dass eine Protestband gebraucht wird, um sich gegen die Ungerechtigkeit zu wehren oder gegen den ganzen Gleichklang im Formatradio. Deshalb starteten John und seine Ehefrau Tracy Morter einen irrwitzigen Aufruf.

Nachdem sich der Gewinner der Castingshow X-Factor jedes Jahr um die Weihnachtszeit auf dem ersten Platz der britischen Singlecharts positionieren konnte, starteten die Morters den Aufruf, das zu verhindern und stattdessen die alte Schlachthymne Killing in the name of von Rage Against The Machine zu kaufen und siehe da: Das Vorhaben gelang und das beeindruckte Sänger Zack de la Rocha und seine Mannen so sehr, dass sie die Einnahmen bereitwillig spendeten und eben noch ein Freikonzert im Londoner Finsbury Park ankündigten.

Das liegt nun vor und man ist beeindruckt, wie gut die alten Hymnen noch funktionieren und wie energiegeladen die Performance von Rage Against The Machine noch ist. Gitarrist Tom Morello entlockt seiner Gitarre noch immer unglaubliche Sounds, während die Rhythmusjungs Brad Wilk am Schlagzeug und Bassist Tim Commerford ordentlich Druck machen. Die Songs des Quartetts aus Los Angeles gehen immer noch durch Mark und Bein und Tracks wie Bombtrack, Bullet in the Head und Killing in the name of haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.

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Text: Dennis Kresse