Jede Generation hat ihre Alben, die sie prägen. Sei es Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band von den Beatles aus dem Jahr 1967 oder auch 24 Jahre später Nevermind von Nirvana: beide beeinflussten die Musikhörer auf der ganzen Welt sehr stark. Auch die Alternative Rocker von Rage Against The Machine konnten im selben Jahr mit ihrem Debütalbum die Welt verändern, mit Klängen, die man so noch nicht gehört hatte. Rage Against The Machines erstes Album war ein Manifest und auf der Gitarre des RATM-Gitarristen stand nicht umsonst „Arm the hopeless“. Wie Tom Morello auf dem Album seinem Instrument Töne entlockt, die man bis dato noch nie gehört hatte, das trug zum unglaublichen Erfolg dieses legendären Albums mit bei.

Der aggressive Bass von Tim Commerford und das harte Schlagzeug von Brad Wilk gepaart mit der wütenden und bellenden Stimme des Frontmanns Zack de la Rocha, der sich gegen die Kommerzialisierung wie in Killing in the name of oder Freedom, wo sich die Band aus Kalifornien mit ihrer wütenden Intelligenz gegen die Inhaftierung des indianischen Aktivisten Leonard Peltier, Mitglied des „American Indian Movement“, zur Wehr setzt. Dieser und alle weiteren neun Songs des Albums führten auch zu einem Aufkommen des politischen Interesses der bisweilen zu Unrecht als von der Politik enttäuschten bezeichneten Jugend.

Das Cover des Albums zeigt den berühmten Thích Quảng Đức, der sich aus Protest gegen das Regime von Ngô Đình Diệm und dessen Unterdrückung des Buddhismus am 11.Juni 1963 selbst verbrennt. Durch dieses Bild wurde auch das politische Denken in der Musik auf eine neue Stufe gesetzt. Die Devise: „Weniger Betroffenheit, mehr Wut.“

Jetzt sind 20 Jahre seit diesem wegweisenden Album vergangen und nun erscheint eine remasterte Version, die auch einige Demoaufnahmen und rare Livetracks beinhaltet. Man spürt auch hierbei die enorme Präsenz und die Freude daran, den lernbegierigen Fans mit ihren enorm intensiven Klängen, die nicht nur in die Beine, sondern auch in den Kopf gehen, begeistern zu können.

Mit Tracks wie Bombtrack, Take the Power back oder Know your enemy haben sich Rage Against The Machine ein hohes Level erspielt. Ein Album wie ein Tritt in den Hintern und die Wut ist noch immer jung – wer weiß, ob sich die politischen Crossover-Helden nicht doch nochmal dafür entscheiden, ein neues Album aufnehmen. Es wäre wünschenswert in Tagen wie diesen.

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Text: Dennis Kresse