Eines ist klar: Richard Bargel hat den Blues. Weiß der Blues-Fan natürlich, aber auch auf seinem neuen Album schafft es Bargel, nach der Trennung von Men in Blues mit Ex-Bap-Gitarrist Klaus „Major“ Heuser, wieder mal den Blues mit It‘s Crap! nach Deutschland zu bringen. Die knarzige Stimme des Mannes, der auf eine hochspannende Karriere zurückblicken kann, und seine Fähigkeiten an der Gitarre gelten nicht nur hierzulande als legendär und so ist es keine allzu große Überraschung, dass es Bargel gelang, auch die Schwergewichte dieser Musik wie den Mundharmonika-Virtuosen Charlie Musselwhite und den Gitarristen Freddy Koella, den man als Mann schätzt, der die sechs Saiten auch schon für Bob Dylan und Willy de Ville schlug, ins Studio bekommen konnte.

Eine internationale Produktion, aufgenommen in Köln, abgemischt in den Staaten – und wieder spielt sich Bargel mit seiner hervorragenden Begleitband Dead Slow Stampede in einen Rausch und man fühlt sich bei Songs wie You got no brains in einen stickigen Bluesclub versetzt. Dieses Stück erinnert mit seiner Tuba, die von Joachim Gellert gespielt wird, an die Blueskollegen Hans Theesink und den Tubaspieler John Sass, aber Bargel ist einer, der mit seiner Stimme eh keinen Vergleich zu scheuen braucht.

Einer der authentischsten Bluesmusiker, die wir haben. Wie heißt es so schön? „I like the Blues, it hurts so good“ – stimmt!

Hier kann man sich einen ersten Einblick verschaffen:

Homepage: www.richardbargel.de
Facebook: www.facebook.com/RichardBargel

Text: Dennis Kresse