Er war der Posterboy der 80er Jahre, er spielte auf dem ersten Rock am Ring Festival und feierte mehr als einen großen Hit. Jetzt erscheint im Rahmen der Serie Original Album Classics eine Übersicht von 5 Rick Springfield Alben im praktischen Pappschuber. Genauer gesagt handelt es sich um die Veröffentlichungen Comic Book Heroes (1973), Working class dog (1981), Success hasn’t spoiled me yet (1982), Living in Oz (1983) und Tao aus dem Jahre 1985). Den Beginn dieser Werkschau macht das musikalisch in den 60ern verankerte Album Comic Book Heroes, was an einige Werke aus dieser Zeit erinnert und viele Elemente enthält, wie sie auch Jim Croce oder Bob Seger zu jener Zeit benutzt haben.

Man merkt den Comic Book Heroes und vor allem Songs wie I’m your Superman, einer Uptempo-Nummer, die das Album eröffnet, oder auch einer Ballade wie Believe in me deutlich an, wie viel man von Rick Springfield noch erwarten durfte.

Spätestens mit Working class dog war die Metamorphose abgeschlossen und der in Sydney geborene Springfield einer der hoffnungsvollsten Musiker. Das Album enthält einige der großen Ohrwürmer des Mannes, der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt und hat zehn Tracks, die man getrost auf einer 80er Jahre-Fete auflegen kann, ohne dass es jemandem auffällt. Love is allright tonite, Carry me home und natürlich die Hitsingle Jessies Girl bieten perfektes 80s feeling.

Da Hunde ja nett anzuschauen sind, hat Rick Springfield sich gedacht, nehm ich den Working class dog doch gleich nochmal als Coverblickfang und benutzte ihn auch für das Bild des Albums Success hasn’t spoiled me yet ein Jahr später ein weitere Mal. Musikalisch ist es ein Album aus der Phase, mit angenehmem Rockpop, was man in Nummern wie Calling all girls und der Single Don’t talk to strangers spürt. Auch ein Lied für seinen verstorbenen Vater, nämlich April 24, 1981 fand den Weg auf das Album.

Living in Oz aus dem Jahre 1982 wurde trotz einiger interessanter Nummern wie Human Touch, Affair of the heart und Living in Oz zwar ein wenig überladen an Effekten ist, aber nichtsdestotrotz seinen eigenen Charme hat und die Weichen fürden Millionenseller, das Album Tao, stellte, das im Jahr 1985 erscheinen sollte.

Mit Tao kam er auch in Deutschland richtig an, im Jahre 1985 schaffte er es nicht nur auf den Nürburgring zum ersten Rock am Ring Festival, sondern auch in die BRAVO, wo er sich mit Bryan Adams einen Wettstreit als heißester Rocker lieferte, heute ist der gute Rick auch schon Mitte 60 und wird drüber schmunzeln. Das Album aber ist eine perfekte Vertonung des Zeitgeistgefühls. Allen voran Celebrate Youth, aber auch State of the heart und Stranger in the house haben auch nach 30 Jahren nichts von ihre Magie verloren.

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Text: Dennis Kresse