Die US-amerikanischen Punkrocker Rise Against veröffentlichten die Tage ihr neuestes Werk The Black Market. Nach The Sufferer & The Witness, Appeal To Reason und Endgame, welche alle den Goldstatus in Deutschland erreichten, den ersten Alben aus den Jahren 2001 und 2003 und der B-Seiten Kompilation Long Forgotten Songs – B-Sides & Covers ist dies mittlerweile das achte Werk der Band aus Chicago. Mit The Black Market wollen die Jungs rund um den Frontsänger Tim McIlrath an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen. Musikalisch wird auf den gewohnten Sound, der irgendwo zwischen Punkrock und Alternative Rock anzusiedeln ist, gesetzt.

Großartige neue Experimente wurden ausgeschlossen, so dass einigen Fans der Anfänge von Rise Against die mangelnde Härte, die der Sound früher noch hatte, fehlt. Zu verübeln ist es den Musikern aber in keinster Weise, schafften sie es doch durch ihre immer eingängigeren Refrains und Sounds und durch die gesellschaftskritischen und teils wütenden Texte eine große Zahl an Musikfans in Europa und den USA zu begeistern.

Wer erinnert sich nicht an Ohrwürmer wie Long Forgotten Sons, Help Is On The Way, Architects oder Satellite. Vom neuen Album The Black Market kann man hier nun direkt wieder eine Palette an Songs anführen, die den Weg ins Ohr des Hörers zielsicher finden und dort auch so schnell nicht mehr verschwinden. Beispiele sind hier die erste Single des Albums I Don’t Want To Be Here Anymore, der Titeltrack des Albums oder Methadone.

Aber auch die Kategorie „ruhige Balladen“ erhält neben Hero of War oder Swing Life Away, welche uns noch gut in Erinnerung geblieben sind, Zuwachs. People Live Here ist wohl einer der nachdenklichsten Songs der Platte. Dass Rise Against politisch engagiert sind und sich besonders für Tierrechte und Umweltschutz einsetzen, ist beispielsweise durch die Unterstützung von PETA oder Sea Shepherd schon seit Jahren bekannt, natürlich werden diese Themen auch auf The Black Market thematisiert, außerdem Themen wie Liebe und Freiheit. Ja, man kann sogar behaupten, dass die persönlichen Themen und Einschätzungen des Frontsängers mehr Raum einnehmen als jemals zuvor auf einem Rise Against Album. Das zeichnet sich schon durch die erste Single I Don’t Want To Be Here Anymore ab.

Wer also auch massentauglichen Rock mag, dem kann man das neue Rise Against Album uneingeschränkt ans Herz legen, ebenso sollten die Fans der ersten Jahre einen Versuch wagen, bevor sie urteilen. Immerhin hat es mit The Eco-Terrorist In Me immer noch ein etwas härterer Song auf die Platte geschafft, indem McIlrath seine Wut ins Mikrofon rotzt. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

Ebenso nicht entgehen lassen, sollte man sich die Liveperformance der Jungs aus Chicago. In Deutschland sind die Vier in den folgenden Städten im November zu sehen:

16.11.2014 Frankfurt, Festhalle
17.11.2014 Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle
19.11.2014 Hamburg, O2 World
20.11.2014 Berlin, Velodrom

Als Supportbands werden Pennywise und Emily’s Army auftreten. Außerdem spielen Rise Against ihren einzigen Festivalauftritt in Deutschland 2014 auf dem Open Flair Festival in Eschwege am 10.8.

Weitere Artikel
Festivalbericht: Telekom Extreme Playgrounds – 28.08.2011, Pinneberg Wasserskiarena

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Text: Melvin Damian Klein