Neues von einem der besten Bluesgitarristen aller Zeiten. Robert Cray, der bereits mit dem Vorgänger Nothin‘ But Love beweisen konnte, dass der Blues noch lange nicht tot ist, begibt sich auf ein anderes Terrain und füllt das mindestens so gut aus, wie er das seit vier Jahrzehnten mit dem Blues macht. Cray, der in seinem Leben fünf Grammys erhielt, hat dieses neue Album ganz im Stil der alten Stax- und Motown-Scheiben gehalten, was man auch an der auf 60er und 70er Jahre getrimmten Hülle erkennen kann. Auf In My Soul bietet die Robert Cray Band, die im 40. Jahr nach Gründung neben Cray noch aus Richard Cousins am Bass, Les Falconer, Drums und Dover Weinberg, der an den Keyboards sitzt, besteht, beste Musik und mit dieser Mischung aus Blues und Soul kreieren sie einen Sound, der weltweit seinesgleichen sucht.

Wer jetzt eine reine Coverplatte erwartet, liegt daneben. Zwar würdigt Robert Cray, dessen exzellentes Gitarrenspiel ihn mit anderen Virtuosen wie Eric Clapton, BB King und anderen aufnehmen ließ, einige der großen Helden wie Otis Redding dessen Nobody’s fault but mine auch Jahrzehnte nach Entstehung nichts von seiner Vehemenz verloren hat, aber Robert Cray und seine famose Band haben auch viele eigene Songs auf diese Hommage gepackt.

Songs wie der Opener You move me oder das an Booker T und seine Orgel erinnernde Stück Hip Tight Onions machen einfach Spaß und wurden vom Produzenten Steve Jordan hervorragend produziert. Ein wiedermal großes Werk der Blueslegende Robert Cray.

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Rezension: Robert Cray Band – Nothin’ But Love

Homepage: www.robertcray.com
Facebook: www.facebook.com/robertcraymusic

Text: Dennis Kresse