Was für eine Hommage an einen der ganz großen Crooner, vielleicht sogar den besten Interpreten der Swing-Ära. Die Rede ist natürlich von „Ol‘ Blue Eyes“ Frank Sinatra, der mit seiner Stimme über Jahrzehnte die Musikwelt begeistern konnte. „The Voice“ ist seit 1998 verstummt, aber seine Lieder sind allgegenwärtig und anlässlich seines bevorstehenden 100. Geburtstag am 12.12.2015 hat ihm Roger Cicero ein musikalisches Denkmal gesetzt. In Hamburg aufgenommen geizt der Hutträger nicht mit Gästen, die aus so manchem Track das Beste herausholen, ohne jedoch an den Schmelz in der Stimme und die Außenwirkung des Sängers, Schauspielers, Lebemanns, Rat Pack Mitglieds und vor allem perfekten Entertainers heranzureichen. Aber Hand aufs Herz: Wer könnte das schon?

Die Gästeliste ist bestens gefüllt und so kann man Yvonne Catterfeld dabei beobachten, wie sie sich bei Cheek to Cheek und Something stupid glänzend schlägt und sogar beinahe an Nancy Sinatra stimmlich heranreicht. Man kann mit den üblichen Verdächtigen Sasha und Xavier Naidoo mitswingen, wobei die aber eher als brave und biedere Version des Rat Packs, das seinerzeit aus Dean Martin, Sammy Davis Jr. und dem immer vergessenen Joey Bishop bestand, aber gesanglich ist das mehr als in Ordnung, wenn Cicero mit Sasha Fly me to the moon (in other words) Schieß mich doch zum Mond singt oder Naidoo eine beeindruckende Version von New York, New York zum Allerbesten gibt und damit neben der hervorragenden Begleitband zum eigentlichen Star des Abend wird.

Zum Finale gibt’s dann noch Bad Boy Leroy Brown mit allen Gästen und ein My Way als Rausschmeißer. Neben den bewegten Bildern kann man sich das Konzert auch noch auf einer beiliegenden CD anhören, wo man neben dem Konzert noch drei Bonus-Studio-Versionen verewigt hat. Something stupid, Winder Wonderland mit der schwedischen Jazz-Interpretin Viktoria Tolstoy und My way, wo niemand geringeres als Paul Anka als Duettpartner glänzt. Kann man so machen.

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Text: Dennis Kresse