Progrock aus Kanada – das können doch nur die drei Herren von Rush sein. Mit ihrem 20. Studioalbum brillieren die drei erneut. Clockwork Angels ist der Name des neuen Werks und es ist ein Konzeptalbum geworden. Die Geschichte ist ein wenig kryptisch, sie handelt von einem jungen Mann und seiner Reise durch die Welt der Alchemie und des Versuches, seine Träume in einem Mix aus pittoresken Bildern und zwischen verlorenen Städten, Piraten und einem leicht schrägen Uhrmacher, kommen hier Freunde der phantasievollen Zwischenwelt voll und ganz auf ihre Kosten. Zusätzlich soll auch ein Buch erscheinen, an dem der bekannte Science Fiction-Autor Kevin J. Anderson und Rush-Drummer Neil Peart beteiligt sein werden. Aber zurück zur musikalischen Umsetzung von Clockwork Angels.

Für ein Konzeptalbum sind die Stücke angenehm kurz geraten: Kein Stück dauert länger als siebeneinhalb Minuten, was aber auch der hartgesottenste Progger nicht als störend empfinden dürfte. Zu gut ist das, was Rush sich hier an Facetten ausgedacht haben, zu professionell wie das Trio hier immer und immer wieder auch komplexe Rhythmen zusammenführt, ohne auf die Massentauglichkeit zu verzichten. Bei Stücken wie The Wreckers oder BU2B haben trotz ihrer Komplexität durchaus Hitpotenzial. Mit gewohnt starken Instrumentalparts und eingängigen Refrains haben Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart wieder mal ein großes Werk im Bereich des Prog Rock geschaffen.

Wer die geistigen Väter von Dream Theater, Marillion oder Arena, live sehen möchte und wer Rush kennt, weiß, dass ihre Bühnenshows immer sehenswert sind, der darf sich auf den Sommer 2013 freuen, wenn sich die Kanadier in Deutschland sehen lassen werden:

04.06.2013 Köln, Lanxessarena
06.06.2013 Berlin, o2 World

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Text: Dennis Kresse