Ist es überhaupt notwendig, bei einem Album dieser Band ein Review zu schreiben? In über 30 Jahren hat die Band eigentlich kein wirklich schlechtes Album rausgebracht, manche mögen stärker, manche schwächer gewesen sein, aber Saxon haben immer ein Niveau gehalten, das im oberen Bereich anzusiedeln ist. Und nach dem Intro Progression kann man sich eigentlich auch direkt sicher sein, dass man keinem sagen muss die Briten hätten ein schlechtes Album rausgebracht. Für dieses Album gab Biff Byford auch eine klare Anweisungen: „Weniger Tricks, mehr Power!“ und „seid roh, seid echt und habt keine Angst, euch von unseren alten Klassikern inspirieren zu lassen.“ Man besinnt sich auf alte Zeiten und das funktioniert.

Und genau deswegen fühlt man sich auch an alte Zeiten erinnert, als die Band Lieder wie Power and the Glory, Princess of the Night, Wheels of Steels oder Crusader veröffentlichten. Klar, die Zeiten in denen solche Lieder noch ganz neu und aufregend waren, sind vorbei, dennoch schaffen Saxon genau das Gefühl dieser Klassiker auf Sacrifice rüber zu bringen.

Die Stücke Sacrifice, Warriors of the Road, Night of the Wolf und Stand up and Fight sind für die Band erstaunlich aggressiv geworden, Made in Belfast fasst dagegen alles zusammen, was ein guter Saxon-Song braucht, dazu gesellt sich ein Folkintro. Auch Guardians of the Tomb beginnt mit folkloristischen Klängen, die dann in E-Gitarren münden, wobei das Stück zunächst vertrackt beginnt und dann nach vorne prescht. Rockiger dann Walking the Steel mit genialen Riffs, genau so Wheels of Terror sowie der Abschluss Standing in the Queue.

Zusätzlich gibt es eine Bonus-CDs mit Neuaufnahmen und Neuarrangements alter Klassiker, die zwischen gelungen und Geschmackssache schwanken. Gerade an der Orchesterversion von Crusader können sich die Geister scheiden.

Um nochmal drauf zurück zu kommen: Das Review wäre wahrscheinlich nicht notwendig gewesen, man kann sich das Album ohne Zweifel, Vorkenntnisse oder sonst was kaufen und wird begeistert sein. Als Fan wird man natürlich keine großen Neuerungen oder Überraschungen erleben. Aber das will man bei dieser Band auch nicht, oder?

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Text: Tristan Osterfeld