Matt Howden hat Freude am EP-Format gefunden, die er aktuell unter seinem Bandnamen Sieben im digitalen Format veröffentlicht, damit aber hinarbeitet auf einen physischen CD-Release im Jahr 2016. Die EP Norse stellt dabei die zweite von drei EPs dar und begegnet mit vier Stücken, von denen zwei rund neun Minuten lang sind – diese langen Stücke sind es auch, die später den Kern des neuen Albums bilden sollen. Zunächst aber kommt die EP, bei denen auch die anderen beiden Titel die Länge von fünf Minuten überschreiten. Die EP zeigt dabei einen Matt Howden, der auf der einen Seite typisch begegnet, aber auf der anderen Seite auch keine Scheu vor Weiterentwicklung zeigt.

Mit The Old Magic eröffnet der bekannte Matt Howden, der aber dennoch in diesem Stück etwas Kantiges aufzeigt, das eine neue Facette eröffnet, die dabei nicht immer ganz greifbar erscheint, dabei aber zu gefallen weiß. Mit repetetiven Elementen, der bekannt geloopten Violine und dem markanten Gesang steigert sich das Stück auf seinen über neun Minuten immer mehr und zieht einen in seinen Bann.

Das folgende Loki 2015 zeigt wiederum die intensiv melancholische Seite von Matt Howden, mit einem melancholischen Stück, leichter Schwermut und einer ziemlichen Intimität. Auch im Gesang findet sich hier sehr gut ein Melodiebogen wieder, der das Gefühl der Stücks noch einmal unterstreicht.

Ready For Rebellion ist an dritter Stelle das zweite Stück, das mit einer ziemlichen Länge begegnet und fast die neun Minuten erreicht. Matt Howden bezeichnet das Stück selbst als seinen „most Punk track to date“ und man sieht: Der Name wurde also nicht zufällig gewählt. Mit Stakkatos, hohem Tempo und verzerrtem Gesang baut sich eine zunehmende Dramatik auf. Ein Gesicht, das Matt Howden ebenso gut zu Gesicht steht.

Mit Loki Rides Again endet die EP dann noch einmal sehr harmonisch, getragen und teils sphärisch mit einer sehr harmonischen Nummer. Und man denkt sich: Schade, dass das nur vier Stücke waren. Vorfreude auf EP drei von drei ist definitiv nach dem Hören vorhanden!

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Text: Marius Meyer