Produces Reason, das Debütalbum von Sleep Of Monsters, klingt zunächst recht vielversprechend, wenn man den Hintergrund der Band betrachtet. Denn hier sind mehr oder weniger gestandene Musiker am Werk, die man aus dem Umfeld von HIM, Babylon Whores und Waltari kennt: an den Tasten Janne Immonen, am Schlagzeug Pätkä Rantala oder auch Sänger Ike Vil. So wird klar, in welche Richtung die Musik der Band gehen kann, nämlich in eine Mischung aus Rock und Metal. Das trifft auch zu, aber hier wird sie leider durch die Überproduktion glattgebügelt und wirkt daher mitunter poppig.

Dennoch ist der Ansatz der Band nicht schlecht. Man merkt, dass sie es auch krachen lassen könnten, wenn die Produktion nicht immer wie eine angezogene Handbremse wirken würde und den Dampf schon rauslässt, bevor es überhaupt richtig losgeht. So klingen beispielsweise die Gitarren wie Allerweltsware, aber auch der starke Fokus auf den Gesang nimmt den Stücken einiges an Power und Drive. Die Fans der Szene werden trotzdem ihre Freude an der Musik haben, aber für alle anderen fahren die Leute hinter Sleep Of Monsters eine Spur zu sicher. Deswegen ist Produces Reason zwar ein netter, aber kein überragender Einstand. Da ist noch viel Luft nach oben.

Homepage: www.sleepofmonsters.com
Facebook: www.facebook.com/sleepofmonsters
Twitter: www.twitter.com/sleepofmonsters

Text: Wolfgang Merx