Geheimniskrämerei betreiben Slow Earth, wenn es um genauere Informationen geht. Es finden sich nur wenig (brauchbare) Informationen in den Weiten und Tiefen des Internets. Je weniger man herausfindet, desto mehr kann man sich auf die Musik konzentrieren. Denn wo eine Rezension von Schweden, die nächste von Osteuropa redet, fokussiere ich direkt die Harmonien, die aus den Lautsprechern erklingen. Die Debüt-EP präsentiert sieben Lieder. Die letzten beiden sind namenlos. Die experimentellen Klangwelten zeichnen dunkle Bilder. Die (zu) gefühlvolle Stimme wirkt melancholisch.

„Where do we go?“ erklingt der Gesang in My Pride. Interessante Effekte geben dem Bass mehr Biss.
Während Elemente des Post-Rocks aufgenommen werden, erinnert Change Nothing sehr stark an die Klänge der typischen Indie-Rock-Musik.
Titel sechs und sieben sind auf der Hülle nicht gelistet. Das siebte Lied zumindest scheint nur eine leicht abgeänderte Version von My Pride zu sein. Der größte Unterschied scheint die kürzere Laufzeit zu sein. „Where do we go?“

Slow Earth haben eine nette EP herausgebracht. Seit dem 6. Mai kann man die Platte kaufen. Letztlich reihen sie sich aber mehr ein, als dass sie hervorstechen. Wer Spaß an modernem Post-Rock mit emotionalem Gesang hat, macht hier nicht viel falsch, aber leider auch nicht alles richtig.

Homepage: www.slowearth.se
Facebook: www.facebook.com/slowearth.se

Text: Max Keller