Tatsächlich ist es inzwischen schon sieben Jahre her, dass Sven Friedrich mit Broken Grid das erste Album von Solar Fake auf den Markt gebracht hat. Damals noch sehr kritisch betrachtet, konnte er die Band inzwischen längst im Elektro-Bereich etablieren. Etwas, das auch nicht selbstverständlich ist bei einem, der zuvor über viele Jahre hinweg mit den Dreadful Shadows und auch mit Zeraphine fest im Gitarren-Bereich verankert war. Inzwischen ist man mit Another Manic Episode bereits beim vierten Album angelangt und man sollte annehmen, dass Sven Friedrich seine musikalische Heimat längst im Elektro gefunden hat.

Dass man seine eigene Nische gefunden hat, zeigt beispielsweise Fake to be alive, das gut Harmonie, Tanzbarkeit und einen gesunden Grat an Aggression aufweist. Auch eine gewisse Melancholie ist dem Ganzen immer inhärent, ein Sehnen in der Stimme wie beispielsweise in All the things you say, in dem die Stimme sehr klar erscheint. Dieses melancholische Element tritt dabei auch in Until it’s over gut zum Vorschein. Aber das ist eben auch nur ein Teil des Ganzen. Hört man sich beispielsweise The race of the rats an, so kommt verzerrt-aggressiver Gesang zum Vorschein und man merkt, dass Sven Friedrich eben auch die härtere Gangart beherrscht.

Ein Album, das eindrucksvoll belegt, warum die Band inzwischen zu den Vorzeige-Acts der hiesigen Elektro-Szene gehört, das durch seine Individualität gut heraussticht in seinem Genre. Dass das Album sogar auf Platz 31 gechartet ist, ist dabei ein erfreuliches Resultat der jahrelangen guten Arbeit und eine Aufmerksamkeit, die bei Another Manic Episode absolut verdient ist.

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Text: Marius Meyer