Ein neues Sonar-Album? Ja, und irgendwie schießt einem nur eine Frage durch den Kopf: Warum haben sie so lange nichts von sich hören lassen? Ja, ganz so stimmt das auch nicht, denn Dirk Ivens und Eric van Wonterghem waren jetzt auch nicht untätig, aber sechs Jahre sind seit Alien Overdrive vergangen. Immerhin macht sich das aber nicht an der Qualität von Cut us up bemerkbar. Sehen wir also mal über die lange Zeit hinweg, die die Belgier uns haben warten lassen und hören uns das neue Album etwas genauer an! Und wie zu erwarten war: Es erwartet einen ein ordentliches Brett Noise.

Im Gegensatz zum Vorgänger ist Cut us up aber rhythmischer geworden. So geht der Titeltrack und Melted Dream schon in Richtung Dancefloor, Them and us verbindet pulsierende Beats mit Störgeräuschen. Ähnlich ist Black Sunset, dafür aber metallischer, während Touch the mirror fast schon rituell wirkt. Man ahnt es schon: Auf Cut us up präsentiert man Noise aus verschiedenen Perspektiven. Kein Lied klingt gleich, was den Hörer immer wieder herausfordert. Immerhin sorgt zum Schluss das Drone-lastige Atomized für einen ruhigen, aber nicht weniger krachigen, Abschluss.

Lediglich die Spielzeit ist mit nicht mal vierzig Minuten etwas kurz. Aber was macht das schon, wenn sich alles so gut anhört? Dann muss die CD eben nochmal durchlaufen, denn so schnell bekommt man von dem Album nicht genug…

Text: Tristan Osterfeld