Das Covern ist, genau wie die Parodie, die höchste Form der Verehrung und das Jahrzehnt, das geehrt wird, war auch ein ganz besonderes: die legendären 80er, die einem täglich begegnen, sei es im Radio, im Fernsehen oder auf den berühmten 80er-Feten. Eine Doppel-CD mit 37 Tracks und einer Laufzeit von über zwei Stunden, das ist mehr als ordentlich. Klar, dass man bei der Masse der Versionen nicht jede als unglaublich originell bezeichnen kann. Aber bei manchen Titeln kann man deutlich spüren, dass es dem Künstler sehr viel Spaß gemacht hat. Das gilt zwar nicht für alle, denn die großen Fußspuren der bekannten Originale sind sehr groß und oft auch zu groß, aber einigen gelingt es, den bekannten Songs neue Feinheiten zu entlocken.

Allerlei gut gelungene Versionen wie How will I know (Whitney Houston) von Sam Smith, Need you tonight (INXS) von Level 42, I guess that’s why they call it the Blues (Elton John) von James Blunt oder die Morrissey-Nummer Everyday is like Sunday von Pretenders-Frontfrau Chrissie Hynde oder Paul Heaton, der mal eben mit Caravan of Love unterstützt von Jacqui Abbout seine eigene Band, die Housemartins covert, was ja ebenfalls bereits ein Cover war, nämlich von Isley-Jasper-Isley und einiges mehr treffen auf hervorragendes wie Atlantic City (Bruce Springsteen) von Ed Sheeran, die Dire Straits-Nummer Romeo&Juliet wird von Passenger so gesungen, dass man das Original nicht vermisst, die Kaiser Chiefs nehmen sich Should I stay or should I go zur Brust und die Manic Street Preachers schaffen es, die Rolling Stones Nummer Start Me Up zu ihrem eigenen Track zu machen.

Ebenfalls erwähnenswert sind Birdy, die Madonnas Lucky Star jeglichen Opimismus nimmt, Amy Macdonald, die dem One-Hit-Wonder Wating for a star to fall von Boy Meets Girl eine eigene Note verleiht sowie die Band Boyzone, die sich der alten Waterboys-Hymne The whole on the moon annimmt.

Aber wer um alles in der Welt hat Christina Perri den Rat gegeben, mit ihrer dünnen Stimme es mit If I could turn back time von Cher aufzunehmen? Aber sonst allerlei gute Songs!

Text: Dennis Kresse