Wenn sich zwei absolute Könner an ihren Instrumenten zusammen tun, dann kann man als Fan der beiden Bands Genesis und Yes einiges erwarten. Wenn man dann noch weiß, dass diese Könner Chris Squire (der Bassist der Progressive Rock-Band Yes, der auf allen bisher entstandenen über 20 Yes-Alben mitspielt) und der Gitarrist Steve Hackett (aus den ProgRock-Jahren bei Genesis bekannt, wo er zwischen 1970 und 1977 auf sechs Studioalben und drei Live-Alben zu hören ist) sind, dann ist auch klar, in welche musikalische Richtung es auf A Life Within A Day gehen wird: ProgRock, was auch schon im Opener A Life Within A Day sehr deutlich wird, eine Mischung aus progressiven Elementen, aber auch mit Jazz-Anleihen.

Danach geht es ähnlich weiter: Der geneigte Musikkenner, der im Titelsong einige Parallelen zu Kashmir von Led Zeppelin ausgemacht hat, dem wird der Track Tall Ships vermutlich weniger zusagen, denn er ist zwar eine gut gespielte, aber dennoch höchst unspannende Nummer, die fast seicht daher kommt. Leider können die beiden Giganten des ProgRocks nur selten die Hoffnungen der Fans erfüllen, die sich auf ein gutes neues Album der beiden Musiker gefreut haben, aber bei Nummern wie Alien oder Perfect Love Song stellt sich leider nur selten ein Aha-Erlebnis ein. Es ist eher eine Mainstream-Platte geworden, aber die muss es ja nun auch geben.

Text: Dennis Kresse