Nachdem Steven Severin schon 2010 für eine Aufführung von Blood of a Poet einen neuen Soundtrack komponiert hat, wird nun ein weiterer Soundtrack Severins zu einem Stummfilm veröffentlicht. Diesmal zu Carl Theodor Dreyers Vampyr, welcher zusammen mit dem Soundtrack im Cameo-Lichtspielhaus Anfang diesen Jahres in Edinburgh aufgeführt wurde. Auffällig ist, dass der Soundtrack einen erschaudern lässt, ohne den Film überhaupt gesehen zu haben. Als Kopfkino funktioniert er also schon sehr gut, wenn man den Film irgendwoher bekommen kann, dann lohnt es sich, den Original-Soundtrack auszuschalten…

Der Soundtrack schafft es, ein unheimliches Gefühl zu erzeugen – und das mit den einfachsten Mitteln: Ein langsam gespieltes Klavier, ein paar Klangteppiche, Glocken, die erklingen, ein Rascheln und dann gezielt gesetzte Höhepunkte – es passt einfach alles zusammen. Die Ruhe, bevor etwas passiert. Aber bis es soweit ist, merkt man, wie die Nackenhaare hochstehen.

Häufig ist es überflüssig, Film-Soundtracks zu hören, in diesem Falle aber sollte es aber kaum einen geben, der Horror, Ambient, Neoklassik oder irgendwas in der Richtung mag, dem das nicht gefällt.

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Text: Tristan Osterfeld