Der Nationalpark Skaftafell befindet sich im Süden Islands, ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Islands und kann als Sinnbild für die Unberührtheit der Natur verstanden werden, die der Hand des Menschen nicht bedarf. Gleichzeitig kann man es auch als Sinnbild für die Unfähigkeit des Menschen, die Natur zu kontrollieren, verstehen. Selbst die Versuche, die Natur zu unterwerfen, schlagen fehl, denn sie schlägt immer wieder zurück. Ein nicht weniger eindrucksvolles Sinnbild dafür sind die Songtitel, die häufig die Namen von Regionen und Städten tragen, in denen Naturkatastrophen geschehen sind.

Da wäre zum Beispiel Banda Aceh in Indonesien, das durch den damaligen Tsunami zerstört wurde. Oder Tlahuitoltepec in Mexiko, das von einer Schlammlawine begraben wurde, die wiederum ein Resultat der Waldrodung in den Bergen war und Bodenerosionen hervorrief.

Verpackt ist das Thema in meist archaische Klänge: Trommeln, Didgeridoos, pulsierende Beats und Klangteppiche verbreiten eine rituelle Atmosphäre, bei der es so wirkt, als läge ein Fluch über dem Album. Gerade die Soundscapes geben einem das Gefühl, klein und unwichtig zu sein, so als stände man der Natur hilflos ausgeliefert gegenüber.

Die Menschheit hat angefangen, die Natur zu zerstören, jetzt zerstört die Natur sich selbst und nimmt dem Menschen die Lebensgrundlage. Nicht gerade optimistisch, aber akustisch eindrucksvoll.

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Text: Tristan Osterfeld