Zu ihrem 20. Geburtstag veröffentlichen Synapscape ein neues Album mit dem Titel Rhythm Age, und einen passenderen Namen hätte man sich wohl kaum einfallen lassen können. Denn man lotet alle möglichen Formen rhythmischer, elektronischer Musik aus, sei es nun von verstörenden bis hin zu technoiden Passagen. Gerade letztere stehen auf dem Album dabei deutlich mehr im Vordergrund als früher: Repetitive, druckvolle und dennoch komplexe Arrangements dominieren das Album, die immer wieder durchbrochen und neu zusammengefügt werden, was gerade für die ersten Stücke des Albums deutlich zutrifft.

Erst im Laufe der Zeit kommen auch ruhigere Klänge hinzu: Dynamisch ist auch Ufure mit an Kraftwerk erinnernden Klängen, während Fonk fast schon Krautrock-artig wirkt. Danach geht es dann wieder mit härteren Klängen weiter, wobei diese dann auch wieder durch Stücke wie Rank abgelöst werden, die wiederum spacige und ruhige Klänge anstimmen.

Abwechslung fehlt Rhythm Age jedenfalls nicht. Mal noisig, mal technoid, mal eher EBM-artig, es wird vieles geboten. Mehr als man erstmal verdauen kann, aber genau diesen Grad an Komplexität weiß man mit jedem Hördurchgang mehr zu schätzen.

Text: Tristan Osterfeld