Einfach eine Stunde, in der man sich rhythmisch bewegend komplett verliert und sich am Ende fragt: Ist das Album schon zu Ende? Der erste Track ist doch noch nicht mal vorbei. Würde man in einem Club Function auflegen, so hätte man wahrscheinlich genau eine solche Situation. Denn wie ein Fluss reißt Function den Hörer mit und bleibt repetitiv und verwendet während seiner Spielzeit immer wieder ähnliche Versatzstücke, oder vielleicht sogar die gleichen? Ist im Grunde auch unwichtig, denn Function beginnt schon stark und steigert sich wie eine Spirale immer weiter aufwärts in immer neue Höhen.

Da denkt man schon so langsam sei das Limit erreicht, aber weit gefehlt: Nur wenige Minuten später scheint man auf den Moment herabzusehen und sich zu wundern, wie man so denken konnte, wenn wiederum rhythmische Noise-Passagen aufeinandertreffen und man nicht mal in Ruhe auf seinem Sofa sitzen kann, weil die CD einen solchen Bewegungsdrang in einem auslöst.

Wenn diese Veröffentlichung nicht auf diversen Veranstaltungen gespielt wird, so würde das sehr wundern, denn sie enthält alles, was Tanzflächenfutter benötigt: viele technoide Passagen, passende Tempowechsel und nahtlose Übergänge. Was will man mehr?

Text: Tristan Osterfeld