Bald ist es soweit: Der 21.12.2012 rückt näher und Synthetica wollen das nochmal allen mit industriellen Klängen ins Bewusstsein rufen. Wie die Welt untergehen soll, das ist zwar nicht wirklich klar, aber immerhin gibt es genug Theorien, die man im Netz finden kann. Und einige werden auf dem Album dann auch behandelt: Seien es ein interstellarer Krieg am Rande des Universums, schwarze Löcher oder einfach nur göttliche Eingebung. Möglichkeiten gibt es also genug und es gibt ja genug Prophezeiungen und Wissenschaftler haben sich mit möglichen Szenarien beschäftigt – und nun auch Synthetica.

Diesen faden Beigeschmack von „Auf-einer-Welle-Reiten“ wird das Album einfach nicht los und irgendwie will man es deswegen auch belächeln. Aber verdient hat es das Album dann doch nicht: Musikalisch geht es echt in Ordnung. Man bewegt sich zwischen Dark Ambient und tanzbaren EBM-Stücken. Gelegentlich eingestreute Sprachsamples aus Filmen sorgen noch für endzeitliche Stimmung. Gerade Worrysome ist ein Stück, das sich zwischen Gothic Rock, Wave und Elektro bewegt und wirklich im Kopf bleibt.

Kein Wunder, ist Synthetica ein Nebenprojekt von Nafta-2, weswegen musikalisch nicht viel schief gehen konnte. Und vielleicht tut man dem Album wegen der aktuell immer wieder auftauchenden Weltuntergangsphantasien auch Unrecht, aber ob Kalkül oder nicht: Musikalisch kann The end of it all durchaus was und das sollte das Wichtigste sein. Eben ein gutes Album, wenn auch mit einem todgenudelten Konzept.

Homepage: www.synthetica.nl
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Text: Tristan Osterfeld