Wenn T.I. sein Album Trouble Man: Heavy is the Head nennt, so ist das ein doppeldeutiger Titel. Denn ein einfaches Leben ist es nicht, das Clifford Harris, so der bürgerliche Name von T.I., bisher gelebt hat. Zwar ist er mit seinen sieben Alben im HipHop eine große Nummer geworden, die privaten Täler aber waren mitunter tief. Hausarreste und Gefängnisaufenthalte wegen illegalen Waffenbesitzes stehen da auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch das erfolgreiche Unterstützen der Polizei bei einem Suizid-Versuch eines Mannes, der sich in Atlanta von einem Hochhaus stürzen wollte. Und dann ist da noch die zweite Ebene: Trouble Man von Marvin Gaye ist eines der Werke, die T.I. am meisten berühren. Und nun also das neue Album.

Musikalisch betrachtet ist es ein deutliches Südstaaten-Album, das uns T.I. hier vorlegt. Die Klänge sind deep, bei den Beats sind Synthesizer-Klänge zu hören und Einflüsse aus Funk, Soul und R&B sind nicht zu überhören. Klar, kein Wunder, wenn man Marvin Gaye als einen maßgeblichen Einfluss benennt. Bereits G Season gemeinsam mit Meek Mill kann das gut zeigen, das synthesizer-lastig düster rumpelt und dabei doch eingängig wirkt. Auch eine Nummer wie Go Get It zeigt das gut. Auch hier fällt auf: Das Tempo ist bei T.I. häufig eher getragen. Dennoch schafft er es, dabei zu keiner Zeit zu langweilen. Zu eingängig und dominant kommen dafür seine Raps.

Neben dem bereits erwähnten Meek Mill sind auch weitere prominente Gäste hier anzutreffen. R. Kelly beispielsweise in Can You Learn, das mit R&B-Spirit und Rap-Gestus begegnet und somit die Stärken beider Künstler gut kombiniert. Oder auch Guns And Roses gemeinsam mit P!nk, die hier einfühlsamen Gesang beisteuert. Ob mit und ohne Gäste: T.I. zeigt hier auf Albumlänge eindeutig, was er kann und beweist, woher sein großer Bekanntheitsgrad kommt. Ein gelungener Jahresausklang für HipHop-Freunde.

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Text: Marius Meyer