Vor inzwischen über dreieinhalb Jahren warfen wir an dieser Stelle noch die Frage auf, warum diese Band eigentlich kein Label habe. Diese Frage wurde wohl häufiger aufgeworfen und ist inzwischen auch nicht mehr aktuell: Mit brillJant ist nun ein Label im Rücken – und mit …and then came The Age Of Sound ein Album da. Aber einige alte Fragen bleiben, weiß auch die Bandbeschreibung: „Wie beschreibt man The Age Of Sound am besten? Als Indie-Pop-Monster? Indie-Rock-Brit-Pop-Beatles-Sound-verbindendes-Mod-Happening-auf-acht-Beinen?“ Klingt eigentlich ganz gut. Kann man sich bloß so schwer merken.

Klar auf jeden Fall: Nach all den Vorschusslorbeeren war dieses Album mehr als überfällig. Art Brut, H-Blockx, Pohlmann, zuletzt The Blue Van – die Liste derer, für die die Hamburger eröffnen durften, ist lang. Auch der FC St. Pauli ist angetan und engagierte die Band für einige Parties und erlaubte ihnen gar, das Vereinslogo auf Ankündigungen zu verwenden. Verdient haben sich The Age Of Sound das allemal. Ihr Debüt-Album zeigt, dass sie den 2005 eingeschlagenen Weg konsequent gehen und sich dabei stets verbessert haben. Das zeigen sie auf ihrem Album – und es lässt sich sogar mit der Demo-EP vor einigen Jahren vergleichen, denn On A Sunday war sowohl dort als auch auf dem Album zu finden. Und es wurde daran geschliffen. Der Sound klingt jetzt dichter und ausgefeilter. Raue Gitarren, ein nachdenklicher Grundton dabei, Melodiösität ohne dabei zu glatt wirken zu wollen. The Age Of Sound geben sich stets Mühe dabei, das Kantige zu bewahren. Das Tempo ist gerne mal hoch, wie sie unter anderem in Faster Than You beweisen. Gitarrenriffs, Bassline und schnelles Schlagzeug geben hier den Ton an und darüber singt Oliver Grandt seinen markanten Gesang.

The Age Of Sound präsentieren mit …and then came The Age of Sound ein wirklich ausgereiftes Debüt-Album im Großbereich Brit-Pop und Indie-Rock, das auf gute Weise Rauheit, Eingängigkeit und Innovation verbindet. Klar, diverse große britische Namen als Referenz lassen sich immer anführen – bei The Age Of Sound wurde die Inspiration richtig verwendet und gut ins eigene Schaffen eingebaut. Sehr gelungen!

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Text: Marius Meyer