So richtig verstehen tut man es nicht, was The Alvaret Ensemble von einem wollen. Aber das mag schlichtweg daran liegen, dass die vier Herren dahinter einfach in drei Nächten spontan etwas aufgenommen haben und dann Monate lang an den Aufnahmen rumgewerkelt haben, bis dieses auf zwei CDs verteilte Album herauskam. Schnell kommt man zu dem Schluss, dass man es mit beliebig aneinander gereihten Klängen zu tun hätte. Wenn doch nur so einfach wäre, dann wäre man auch schnell fertig mit einer Kritik. Man könnte es sich auch so schön einfach machen, müsste sich dann den Vorwurf, ein Ignorant zu sein, gefallen lassen. Zu Recht. Denn das Album weist klare Spannungskurven auf, die auf jeden Fall ein Konzept erkennen lassen.

In einigen Momenten wirkt das Album wie Kompositionen von Brian Eno, in anderen werden bedrohliche Soundscapes mit rituellen Trommeln auf den Hörer losgelassen. Dann wieder scheint man ein experimentelles Klavierkonzert zu hören, zu dem sich auch mal eine verzerrte Geige gesellt.

Feste Strukturen sollte man nicht erwarten und sich einfach nur dem hingeben, was da auf einen zukommt. Dann funktioniert das Album. Am besten, man lehnt sich zurück und hört zu, denn sonst entgeht einem entweder zu viel oder man weiß es nicht zu schätzen. In beiden Fällen wäre es schade drum.

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Text: Tristan Osterfeld