Dürfen wir vorstellen? The Birdwatchers. Das Quartett zur Hälfte aus München, zur Hälfte aus Limerick brachte kürzlich ihre EP Pretentia auf den Markt. Ihr Label ist flowerstreet records mit Sitz in München. Adam und Ian, der auch Brew Bear genannt wird, kommen aus Irland nach Deutschland, um zusammen mit Max und Chris musikalischen Erfolg einzuheimsen. Ob ihnen das gelingt, steht noch in den Sternen. Fest steht aber, ihre erste Platte hat Charakter. Und das trotz einem ungewöhlichen Beginn ihrer Musikkarriere. Im Interview mit PULS erzählten Adam und Brew, dass sie ihre ersten Wochen auf deutschem Boden in einem Zelt verbrachten.

Der dritte Track Into the Wilderness ist aber nicht dort entstanden. Einschlägig ist vor allem ihr Auftakt My Heart Is Electric. Adams Stimme erinnert anfangs merklich an Alex Turner von den Arctic Monkeys, doch mit seiner Falsett-Stimme kommen auch noch andere Einflüsse wie der von Muse zum Ausdruck, was den Birdwatchers einen ganz eigenen Charakter gibt. Obwohl sie nicht vor elektronischen Mitteln zurückscheuen, wollen die Jungs aber ganz klar ihren definierten Gitarrensound beibehalten. So lassen sich The Birdwatchers in einer originellen Richtung einordnen, die irgendwo zwischen progressivem Indie-Rock und den Hard-Rock Gitarren der Guns’n Roses anzusiedeln ist. Ihr Sound wie in I’m Waiting For It oder im betitelnden Namensgeber Pretentia ist meist cool, wütend und ruppig, kann aber auch vollkommen anders. Nach vier lauten Songs rieselt unverhofft ein ruhiger Song durch die Lautsprecher, der einen ganz anderen Ton anschlägt und das breite Repertoire der Band widerspiegelt. Insgesamt ist Pretentia ein kleines Meisterwerk, das Spaß macht und Ohrwürmer heranzüchtet. Hoffen wir also, dass The Birdwatchers bald durch ganz Deutschland touren!

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Text: Elina Raddy