Na das hört man doch gerne, wenn sich eine Band nach den guten alten 60’s und deren revolutionären Klängen richtet. Mit The Fling hat man wieder ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wunderbar es klingt, wenn man Melodien hat und auch singen kann. Perfekter Harmoniegesang geht Hand in Hand mit enormer Musikalität. Mal klingt Sänger Dustin Lovell wie John Lennon, dann wieder wie einer der beiden Gallagher-Brüder und ein anderes Mal wie Robbie Robertson, Sänger und Kopf der legendären „The Band“, die mit dem Konzertfilm The Last Waltz sowie als Elektrik-Begleitband von Bob Dylan für Furore sorgen konnten. Aber zurück zu The Fling und ihrem Album When the Madhouses appear.

Schon als zweites Stück kommt der beherrschende Song des Albums aus den Boxen, er heißt Wandringfoot und klingt so herrlich wie ein Song der Byrds oder der Hollies. Ein Song, der so hymnisch ist, dass er auf einem der letzten Alben der Beatles eine beachtliche Figur gemacht hätte. Klar, das gabs schon mal und es wurde auch schon bessere Stücke aufgenommen, aber als Reminiszenz an die guten alten Sechziger taugt die Platte allemal. Elinor klingt mit seiner Lapsteel-Gitarre nach Neo Country und Out of my head hätte auch gut zu Oasis passen können. Der mehrstimmige Chorgesang auf Day I Find hat was von den Fleet Foxes und die Stücke sind ungemein stimmig.

Was für eine tolle Platte der fünf Jungs aus Long Beach, die den Sommer zumindest in den Herzen zurückbringt.

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Text: Dennis Kresse