Mal im Ernst: Kann man von The Gaslight Anthem wirklich ein zweites Meisterwerk wie The ’59 Sound erwarten? Nein. Genau deswegen war American Slang, das nicht ganz an seinen überragenden Vorgänger rankam, auch ein tolles Album. Bei Handwritten ist es ähnlich. Mit ihrem neuen Werk bleiben die Amerikaner auf einem konstant hohen Niveau. Dabei behalten sie ihr Erfolgskonzept bei und klingen vom Sound her wie schon auf den letzten Alben. Dass auch der Major-Deal daran nichts ändert, wird schon beim Opener “45“ klar, wenn Fallon voller Inbrunst in den Refrain startet. Auf The Gaslight Anthem kann man sich weiterhin verlassen!

Ähnlich melancholisch geht es mit dem Titeltrack Handwritten weiter. Die folgenden Songs wie Mullholland Drive und vor allem Keppsake haben immer wieder Stellen, bei denen man die Arme gerne gen Himmel strecken und so laut es die Stimme zulässt, mit Fallon mitbrüllen möchte. The Gaslight Anthem haben eben immer auch ein bisschen Stadionrock im Gepäck. Too Much Blood ist der erste etwas ruhigere Track, der das Tempo aber nur kurzzeitig rausnimmt. Bloxi Parish brilliert wenig später mit dem vielleicht eingängigsten Refrain auf dem Album. „Who else can take all your blood and your curses“ möchte man wieder und wieder singen. Mit Mae und National Anthem lassen die Amerikaner ihr viertes Album mit wenig Punkrock aber viel Gefühl würdig ausklingen.

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Text: Martin Zenge