Ursprünglich sollten The Great Faults mal nur ein Projekt sein. Das war Anfang 2011, als Martin Arlo Kroll, Frontmann von Chelsy, mal etwas anderes machen wollte. Es dauerte nicht lange, bis raus war, dass es mehr als nur ein Projekt ist. So kam es, dass Martin mit dem Schlagzeuger Johannes Woodrow Wagner ein Album aufnahm, das nun den Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat. Auf elf Stücken spielt das Duo intelligenten und eingängigen Indie-Rock mit hörbaren Anleihen aus dem Blues, der trotz der Duo-Besetzung nach einer vollwertigen Band-Besetzung klingt und überzeugen kann.

Schon das auf das Intro folgende Parades zeigt gut die Stärken von The Great Faults. Mit Drive vom Schlagzeug und gekonntem Gitarrenspiel, das gesättigte Akkorde liefert, wird ein gutes Klangbett für den Gesang gegeben, der markant wirkt und Eingängigkeit wie auch Wiedererkennungswert zeigt. Dass das richtig wuchtig wirken kann, zeigt auch Childsname, das in der Strophe riffig wirkt und im Chorus auf das Pedal drückt. Stücke wie No,No rücken den Blues mehr in den Vordergrund. Mit einer leicht verhangenen Wirkung, rauchigem Charme und Blues-Feeling wird eine Atmosphäre entfaltet, die einen mitnimmt.

Ein gelungenes angebluestes Indie-Album, das innerhalb der Songs die Schwachstellen außen vor lässt. Die einzige Schwachstelle, die das Album hat, ist die recht kurze Spielzeit von nur rund 31 Minuten. Aber wenn man die Zeit mit so guten Inhalten füllt, kann man das auch verkraften.

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Text: Marius Meyer