Sommer, Sonne, Sonnenschein. Das alles gibt es beim Blick aus dem Fenster zu sehen. Zumindest im – ja, genau – Sommer. Dabei tappen The Green allerdings so gar nicht in irgendwelche Klischee-Fallen, die einem ja oft begegnen, wenn es um Reggae-Klänge geht. Es ist das dritte Album der Hawaiianer und darauf bieten sie einen bunten Strauß von insgesamt 15 Nummern, die für sonnige Gemüter genauso geeignet sind wie für den geneigten Reggae-Hörer im Allgemeinen. Denn hier gibt es bei weitem keine Durchschnittskost, sondern Musik mit Herz und nebenher noch mit einigen Überraschungen.

Schon beim dem Opener He Mele No Ku’u Hawai’i folgenden Even Before erfreut man sich an entspannten Reggae-Klängen, hört aber zu späterem Zeitpunkt sogar ein Gitarren-Solo, was nicht unbedingt Genre-typisch ist. Ein Stück wie Something About It hingegen zeigt, wie viel Schwung da in dem ist, was die Hawaiianer hier erneut auf Platte gebannt haben. Hier und da schwingt ein bisschen Pop mit, aber ohne, dass dadurch die Musik verwässert würde. Mit Chocolates & Roses ist sogar eine Reggae-Ballade dabei, vor allem aber brillieren The Green in den schwungvolleren Stücken.

Auch wenn das Album im Herbst erschien, denkt man dann doch gerne mal an Sommer, Sonne, Sonnenschein. Auch wenn das gerade nicht der Fall ist: Warm ums Herz wird einem trotzdem.

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Text: Marius Meyer