Das neuseeländische Trio The House Of Capricorn meldet sich nach drei Jahren mit seinem dritten Album Morning Star Rise zurück. Was hierbei als Doom’n’Roll bezeichnet wird, ist eine düstere und starke Mischung aus Doom Metal und Stoner Rock. Die neun Stücke sind dabei durchgängig auf den Punkt gebracht und schaffen es das ganze Album über, interessant zu bleiben. Wenn auch die Produktion etwas besser sein könnte – ab und an versinken die Vocals im Mix –, überzeugen die Songs durchweg. Einfach gesagt ist es die Atmosphäre dieses Albums, welche es so besonders macht: durch und durch düster, stets voller Energie, vom Tempo her wechselhaft und doch sehr zusammenhängend.

Auch wenn die Band nicht so viel anders macht als ihre zahlreichen Genre-Kollegen, sind es die Stücke an sich, die den Unterschied ausmachen. Sieben von neun (na…?) sind zwischen zweieinhalb und vier Minuten lang und – wie erwähnt – auf den Punkt gebracht. Hervor stechen die beiden deutlich längeren Songs Ashlands und Dragon of Revelations, die zeigen, was die Band kann, wenn sozusagen eben nicht auf die Uhr geschaut wird. Letztendlich ist jedoch das gesamte Album so gut, dass es mehr Sinn macht, auf die Summe der Teile zu schauen, gerade wegen der Atmosphäre. Damit ist The House Of Capricorn mit Morning Star Rise insgesamt ein gutes Album gelungen, das kaum Schwächen aufweist.

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Text: Wolfgang Merx