Wenn man Dinslaken, die Stadt am Niederrhein, mal nüchtern betrachtet, dann entdeckt man zwei, die Dinslaken über den Stadtrand heraus bekannt gemacht haben. Zum einen Michael Wendler und auf der anderen Seite die Kilians, während man über die musikalischen Ergüsse von „Der Wendler“ kein Wort verlieren möchte, sollte man auf das neue Album der Kilians achten. Lines You Should Not Cross ist das erste, was auf dem erfolgreichen Label Grand Hotel van Cleef erscheint. Das von Markus Wiebusch und Rainer Bustorf von Kettcar und Thees Uhlmann gegründete Label, verstand sich schon immer darauf, anderen Musikern genügend Freiräume und andere Dinge zu geben, die es bei anderen Plattenfirmen eben nicht gab.

Diese Freiheiten merkt man den Kilians auf ihrem neuen Album, dem insgesamt dritten, in jeder Sekunde deutlich an. Produziert wurde es von Simon Frontzeck, den einige von seiner Arbeit für Tomte oder von seinen Solo-Alben als Sir Simon Battle her kennen dürften. Mit Start again beginnt die Scheibe mit dem von den Kilians gewohnten Guten-Laune-Pop. Die Single Dirty love schlägt in dieselbe Kerbe ein. Mit großer Spielfreude gehen die Jungs aus Dinslaken frisch ans Werk und mit ihrem Mix aus Indie-Pop und Ohrwürmern haben die Jungs eine erfrischende Platte aufgelegt.

Sänger Simon de Hartung singt, als ginge es um sein Leben, die Gitarristen Dominic Lorberg und Arne Schult hauen knackige Riffs und die Rhythmusgruppe mit dem Bassisten Gordian Scholz und Schlagzeuger Michael Schumann leistet solide Arbeit. Ein gutes Album, das aus einer Menge interessanten Songs besteht. Und auch die Emotionen kommen hier nicht zu kurz, wie Just like you am Ende eindrucksvoll beweist.

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Text: Dennis Kresse