Es ist immer schwer, etwas über reine Coverband zu sagen, warum sollte irgendjemand sein hart verdientes Geld, in Werke investieren, wenn er auch das Original, was in 90% der Fälle eh besser ist, haben kann? Aber jeder Jeck ist halt anders und es ist ja auch absolut legitim, sich an den tollen Ideen der großen Vorbilder zu bedienen. So wie es die britisch-irische Doo-Wop-Band, die Overtones, seit 2010 macht und ihre Liebe zum Barbershop-Gesang der 50er mit immer wieder neuen Versionen von bekannten Songs zementiert. Diesmal haben sich die fünf die große Welt der Filmsongs vorgenommen und da wir ja bald wieder Tannenbäume schmücken werden, erscheint jetzt eine erweiterte Version des neuen Albums.

Eins ist klar: Das Metier beherrschen die Jungs von den Overtones perfekt und so klingen Nummern wie Do you love me aus Dirty Dancing oder The Bare Necessities aus Das Dschungelbuch oder Titelsong aus Pretty Woman zwar grandios produziert, aber seltsam handzahm und angepasst. Wenn man letztgenannten in der Originalversion von Roy Orbison hört, dann tun sich Unterschiede wie Tag und Nacht auf.

Auch die vier Weihnachtssongs reichen nicht an die Originalinterpretationen heran, man kann White Christmas von Bing Crosby halt nicht toppen und so steht auch unter diesem Album wieder die nicht so gern gesehene Kritik „The Overtones zeigten sich stets bemüht.“

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Text: Dennis Kresse