Eine frische Brise Indie gibt es von The Pigeon Detectives zu hören. Die Fünf-Kopf-Banda aus England veröffentlichte seit der Gründung 2002 mehrere Alben. Besonders die Touren mit den Dirty Pretty Things und den Kaiser Chiefs verhalfen den Detektiven zu hoher Popularität. Für Indie-Skeptiker könnten sich die Soli auf We Met At Sea vielleicht dennoch lohnen. Mit Animal, der kostenlosen Vorabsingle, gelingt den Jungs ein rasanter Einstieg in die Achterbahnfahrt der neuen Platte. Die Mischung von Matt Bowmans Gesang und den Akkorden der Gitarren versprühen einen betörenden Charme.

Auch I won’t come back prescht weiter nach vorne. Indie-Musik gilt generell als tanzbar, The Pigeon Detectives scheinen das perfektioniert zu haben. Das Gitarrensolo erinnert stark an Rockklassiker und dauert fast eine halbe Minute. Ungewöhnlich.
Eines der wenigen ruhigeren Lieder ist Light Me Up. Die Harmonien erzeugen beinahe automatisch gute Laune. Die Geschichte klingt wie die der letzten lauen Sommernacht aus dem eigenen Leben. Toll kommt hier auch die britische Betonung zutragen.

Die Taubendetektive haben – wieder einmal – ein Album produziert, welches man immer hören kann. Als einziges Manko sehe ich die recht kurze Laufzeit von knapp über 31 Minuten an. Aber sowohl Fans und Neuentdecker können sich hier trotzdem satt hören. Mit seit dem 29. April insgesamt vier Alben gibt es auch genügend Ausweichmaterial.

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Text: Max Keller