Zwei Jahre ist es her, dass The Strokes ihr eher mäßig gefeiertes und verkauftes viertes Studioalbum Angel veröffentlicht haben. Die Amerikaner entfernten sich damit von ihrem gewohnten Garagenrock. Mit ihrem fünften Werk Comedown Machine tun sie dies auch. Allerdings besser und auch noch ein Stückchen weiter. Aber ob Comedown Machine mehr Aufsehen erweckt als sein Vorgänger, ist nichtsdestotrotz fraglich. Schon der Weg des Albums auf den Markt war vergleichsweise heimlich, still und leise. Eines konnte und kann man The Strokes aber nicht vorwerfen: Dass sie schlechte Musik machen.

The Strokes experimentieren auf Comedown Machine kräftig herum. Während man beim überragenden Debüt Is This It 2001 noch das Gefühl hatte, dass, übertrieben gesagt, ein Song in verschiedenen Variationen aufgenommen wurde, ist das beim neuen Album der Amerikaner ganz anders. Der Opener Tap Out und die Single All The Time klingen nach dem Gitarrenrock, mit dem The Strokes schon vor 12 Jahren groß auftrumpfen konnten. Bei One Way Trigger im Anschluss fragt man sich allerdings, wo eben diese Gitarren abgeblieben sind. The Strokes präsentieren sich im 80er-Gewand mit reichlich Synthies. Ungewohnt, aber nicht schlecht – so lautet auch das Gesamtfazit zu Comedown Machine.

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Text: Martin Zenge