Es scheint ein neuer Trend zu sein, ein neues Album mit dem Bandnamen zu betiteln, obwohl man das früher doch höchstens mit Debütalben getan hat. Alle Bands die sich heutzutage dem Trend ergeben haben dafür verschiedene Gründe, zum Beispiel eine neue Herangehensweise oder Ähnliches. Davon sind To Kill A King mit ihrem zweiten Album auch nicht allzu weit entfernt: Laut Sänger Ralph Pelleymounter war es ihnen wohl sehr wichtig, ein positives Album aufzunehmen, mit der Botschaft an alle, den Augenblick zählen zu lassen und jeden Tag zu genießen. Das erklärt dann auch Verse wie „Oh my love/We’re destined to demise/But there’s nothing we can do/There’s nothing we can say“ aus dem Lied Oh My Love, die sich erstmal sehr düster anhören. Ganz im Gegenteil dazu steht jedoch die Attitüde des gesamten Werkes, die durchweg stimulierend und optimistisch ist.

Musikalisch bekommt man hier wieder einwandfreien Indie-Rock geboten, der in beinahe jedem Lied eine andere Facette zeigt. Der Opener Compare Scars beginnt mit Gesang, ganz dezent unterstützt von einer Gitarre, bis dann Schlagzeug, Bass und Synthesizer dazukommen und aus dem Lied einen Rocksong machen. Love Is Not Control kommt da viel leichter daher, mit optimistisch klingendem Gesang und einer fröhlichen Gitarrenmelodie, die den Kern des Albums trifft. The Chancer wird von einem wesentlich langsameren Beat getragen und viel hoher Gesang machen es zu einem der alternativsten Lieder auf To Kill A King. World Of Joy (A List Of Things To Do) zeigt dann wieder eine andere Seite: mit viel Hintergrundgesang, freundlichen Pianoklängen und sogar Bläsern ist es an Liedern wie Eels’ Mr E’s Beautiful Blues orientiert.

Im Gegensatz also zu vielen Bands heutzutage, die ihr neues Album nach sich selbst betiteln um ihre Fans hinters Licht zu führen und die lahmen Plattenverkäufe wieder anzukurbeln bieten To Kill A King auf ihrem neuen Werk alles was sie haben und können in einwandfreiem Indie-Rock.

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Text: Alexander Mann