Den Albumtitel dürfte nach Genuss der Musik von Trust fund niemand mehr der Band aus Bristol abnehmen. Sofort packende Gitarrenriffs, einfach gut gemachter DIY-Rock der LoFi-Schule auf typisch englische Art, der ein bisschen an die guten Tage der Pixies erinnert. Musik, die weiß, was sie kann und dafür kein schweineteures Studio für zehn Monate anmieten muss oder ebenso kostenintensive Produzenten einstellt, sondern schlicht durch das wirkt, was sie ausmacht: die ehrliche Wirklichkeit menschlichen Lebens. Und mit Cut me out bietet No one’s coming for us einen echten Indiehit, der die großen Fußstapfen von Where is my mind? zwar nicht ausfüllen, aber durchaus vertiefen kann.

Man sieht sie vor dem inneren Auge, die hüpfenden, feiernden, singenden Massen, den Refrain auf den Lippen und Glanz in den Augen. Es ist schön, dass England all diese Qualitäten immer noch einfach so aus dem Ärmel schütteln kann. Denn man merkt Trust fund vieles an, aber keinerlei Anstrengung bei dem, was sie tun. Es ist einfach da. Auch diese CD ist einfach da. Einfach gut. Für die Musik. Und den Menschen. Für uns alle.

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Text: Simon-Dominik Otte