Uncle Acid and The Deadbeats melden sich zurück mit einem neuen Album. Kaum fängt man an das Album zu hören, schon kommt einem dieses Bild in den Sinn, das man schon bei den vorigen Alben hatte: Ein bizarrer Roadtrip, bei dem die Hauptcharaktere eine Gruppe Zombies sind, die durch LSD schwangere Wüstenlandschaften mit einem Leichenwagen fahren und dabei nicht weniger surreale Abenteuer erleben. Irgendwie passend, dass wie Bandleader Kevin Starrs sagt beim Konzept des Albums an Groschenromane voller Horrorgeschichten denkt, die als Film Noir verfilmt wurden – und im Slasher-Gewand neu verfilmt werden.

Ein Bild, das dem Album gerecht wird, denn alles fängt an in einer Mischung aus klassischem Rock, den die Beatles hätten machen können, gepaart mit der Morbidität der Manson Family. Eine Mischung, die durchaus fasziniert, doch irgendwie scheint man dabei immer in tiefere Abgründe abzurutschen. Man wird doomiger, alles wird finsterer und gleichzeitig scheint doch immer noch alles in schillernden Farben.

Grauen, psychedelische Rockmusik und viele Verweise zur Trash- und Pulpkultur. All das macht Uncle Acid and The Deadbeats genau zu der Art von Band, auf die das zutrifft, was Black Sabbath und vielen anderen immer nachgesagt wurde: Sie verführen den Hörer zum Bösen. Und gleichzeitig zeigen , wie schön bunt das Böse doch sein kann.

Text: Tristan Osterfeld